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Bericht über die Waldexkursion

19.06.2014: Am Donnerstag, den 12. Juni, machte sich unser Bio-Grundkurs zusammen mit dem Leistungskurs auf den Weg in den Harz, um einen Tag im Wald zu verbringen. Angeführt von Herrn Thomsen und Frau Heider trafen wir uns um 8.00 Uhr am Hauptbahnhof und setzten uns in den Zug nach Bad Harzburg, der uns auch pünktlich (!) dorthin brachte. Dennoch hatten wir unser Ziel, das Haus der Natur, noch nicht erreicht. Doch auch diese Hürde überwanden wir und schließlich trafen wir uns mit einem Waldexperten und seiner Assistentin, welche sich zunächst vorstellten.

Dann brachten sie uns nach einem schweißtreibenden Fußmarsch durch Schlamm und Morast zu ihrem sog. „Basislager“. Von diesem aus sollten wir nun unsere Aufträge erfüllen. Insgesamt waren in diesem Wald drei Gebiete markiert, welche wir beispielsweise auf Baum- und Pflanzenarten oder auf den pH-Wert untersuchen sollten. Unsere Gruppe wurde in Kleingruppen aufgeteilt und diese machten sich mehr oder oftmals weniger elegant auf den Weg, die Versuchsgebiete zu erklimmen. Auch die Lehrer blieben vor Ausrutschern auf den Waldboden nicht verschont. Insgesamt erkundete jede Gruppe mehrere Gebiete, die Ergebnisse wurden am Ende ausgetauscht.

Abschließend konnte man feststellen, dass große Unterschiede zwischen den einzelnen Gebieten zu erkennen waren. Es gab sowohl einen relativ vielfältigen Mischwald, in dem auch krautige Pflanzen wuchsen, als auch einen sehr dunklen artenarmen Fichtenforst. Der dritte Untersuchungsbereich war schließlich eine sog. Sukzessionszone. Hier wuchsen gar keine hohen Bäume, sondern ausschließlich Jungbäume, meist Birken, und viele Gräser und Pflanzen wie der Fingerhut. Unser Führer erklärte uns, dass in diesem Bereich der Borkenkäfer gewütet hätte und deshalb alle Fichten abgestorben wären. Auch als wir die Stellen auf andere Parameter hin untersuchten, stellten wir fest, dass im Mischwald beispielsweise eher Schattenpflanzen wuchsen. Auf der sonnigen Lichtung der Sukzessionszone wuchsen deshalb eher wärme- und lichtliebende Gewächse.

Insgesamt war es eine ziemlich lehrreiche und teilweise sehr humorvolle und erheiternde Veranstaltung, was auch am guten Wetter lag.

Felix Bossong

 

 

    Fotos: V. Thomsen