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Funkkontakt mit der ISS

16.07.2014: Am Freitag den 11.07.14 hatte der Physik-Leistungskurs von Herrn Ebert gemeinsam mit Physik-LKs der IGS Franzsches Feld, Hoffmann von Fallersleben und der Großen Schule aus Wolfenbüttel die einzigartige Möglichkeit, direkten Funkkontakt mit dem sich auf der Internationalen Raumstation (ISS) befindenden deutschen Astronauten Alexander Gerst herzustellen.

Von 8.00 bis 14.00 Uhr gab es im DLR rund um die Kontaktaufnahme selbst einige Vorträge und Fragerunden mit Reinhold Ewald, einem ehemaligen Astronauten. Der Leiter des DLR_School_Lab Frank Fischer moderierte die Veranstaltung anschaulich und mit viel Humor. Der erste Programmpunkt war eine Präsentation von Dr. Thomas Uhlig, dem Flugdirektor Columbus aus dem Kontrollzentrum des DLR Oberpfaffenhofen. In seinen Folien erfuhren wir, wie der europäische Teil der ISS, das Modul „Columbus“, entstand und wie es in das Weltall und an die ISS gelangte. Im Anschluss erfolgte eine Einführung in die Amateurfunkttechnik durch Funkamateure des DLR, der Aka Funk, der TU-BS und des VFDB. Hierbei gingen sie vor allem auf die Funktionsweise des Systems ein, welches wir schlussendlich für die Kontaktaufnahme nutzten.

Um 11.00 Uhr begann dann die „heiße Phase“. Sobald die ISS am Horizont empor stieg, begannen die Funker mit den üblichen Startsequenzen „Delta Papa Zero India Sierra Sierra this is Delta November Two Delta Lima Romeo, Delta Papa Zero India Sierra Sierra this is Delta November Two Delta Lima Romeo, asking for scheduled Contact - OVER -“. Leider stand die Verbindung danach jedoch nur für etwa 10 Minuten, sodass im Vorfeld die gesammelten Fragen herausgenommen wurden und etwa 20 SchülerInnen von den vier Schulen die Chance gehabt hätten, ihre Fragen zu stellen. Alexander Valerius, Noah Klerings, Tim Holsten und Yannick Schröder vom WG waren unter den Auserwählten.

Nachdem die Verbindung in den Orbit aufgebaut war, mussten wir die Fragen so schnell wie möglich stellen. Leider hat die Zeit nur für 13 Fragen gereicht, außerdem schwankte die Audioqualität immens. Teilweise verstanden wir Alexander Gerst einwandfrei, manchmal kam jedoch leider nur Rauschen an. Es ist für uns als Fragesteller ein Wahnsinns-Erlebnis gewesen, direkt mit einem Astronauten zu sprechen, der knapp 10 Minuten in 300 km Höhe über uns hinweg fliegt.

 

Fragen an Alexander Gerst (geschnittene Version):

(Lautstärke hochdrehen!)

 

Im Anschluss an diesen Hauptteil folgte dann noch ein spannender Vortrag von dem ehemaligen Astronauten Reinhold Ewald, der 20 Tage auf der russischen Raumstation „MIR“ tätig war und dort unter anderem mit einem Feuer an Bord zu kämpfen hatte. Er sprach auch über die Schwerelosigkeit, den Start und die Landung einer solchen Mission und über seine Mission MIR’97.

Zusammengefasst war es ein sehr spannender, aufschlussreicher Tag, der auch von den Medien (Zeitung, Radio, TV) festgehalten wurde.

Noah Klerings, Alexander Valerius

 

 

  Fotos: D. Bielenberg